„Jurassic Jeep“ Logo
Ein Jeep Wrangler Sahara in „Jurassic Park“-Optik im Naturparkzentrum Gymnicher Mühle in Erftstadt

Die Historie meines Jeep

Eine (fiktive) Geschichte über die Isla Nublar

Der Niedergang der Isla Nublar

Die Historie des ersten „Jurassic Park“ auf der Isla Nublar, 90 Meilen südwestlich von Costa Rica, ist aus Nachrichten und Geschichtsbüchern bekannt. Vor fast 30 Jahren kam es am Wochenende des 11. und 12. Juni 1993, kurz vor der geplanten Öffnung des Parks, zur Katastrophe.

Jeep Wrangler Sahara in einer Einfahrt in Erftstadt

So oder ähnlich muss es ausgesehen haben, als der Jeep Wrangler damals auf der Isla Nublar unterwegs war.

Über die Hintergründe des heute als „Isla Nublar Incident“ bezeichneten Vorfalls ist der Öffentlichkeit jedoch nur wenig bekannt. Klar ist nur, dass es zu einem Zusammenbruch der Stromversorgung und einem daraus folgenden Ausbruch der Dinosaurier auf der Insel kam. Es wird spekuliert, dass Sabotage der maßgebliche Grund für diesen Zwischenfall war. Das tragische Unglück forderte mehrere Todesopfer und führte zum schleichenden Niedergang der InGen Corporation um John Hammond, dem Visionär hinter „Jurassic Park“.

Die breite Öffentlichkeit erfuhr erst 1997 von den Geschehnissen auf der Insel. Bis dahin hatte es die InGen Corporation mit Verschwiegenheitsklauseln und einigen Verleumdungen erfolgreich geschafft, die damaligen Ereignisse zu verschleiern. Ein Vorfall in San Diego machte der Welt dann aber auf einen Schlag klar: Die als ausgestorben geltenden Dinosaurier waren auf die Erde zurückgekehrt.

Der Vorfall in San Diego besiegelte das Schicksal der InGen Corporation endgültig, 1998 wurde die Firma durch die Masrani Group übernommen. Diese Übernahme führte binnen weniger Jahre zur Planung, Konstruktion und der Eröffnung der „Jurassic World“. Im ersten Jahr des Betriebs wurden doppelt so viele Eintrittskarten verkauft wie in den drei größten Zoos der Welt zusammen. Der mittlerweile verstorbene John Hammond wäre stolz gewesen zu sehen, das seine Vision eines „Urzeit-Zoos“ Wirklichkeit geworden ist.

Doch das Schicksal schlug ein zweites Mal erbarmungslos zu: Auch die „Jurassic World“ konnte der Natur auf lange Sicht nicht trotzen. Nach dem weiteren Vorfall im Sommer 2015, bei dem dutzende Menschen ums Leben kamen, wurde der Park und die gesamte Isla Nublar aufgegeben. Spätestens seit Ausbruch des erloschen geglaubten Vulkans Mount Sibo auf der Insel sind alle Spuren des „Jurassic Park“ und der „Jurassic World“ verwischt und Isla Nublar nicht nur ein verlassener, sondern ein toter Ort.

Die Fahrzeuge des „Jurassic Park“

Im Rahmen der Konstruktion des „Jurassic Park“ wurden von der InGen Corporation mindestens fünf Jeep Wrangler Sahara des Modelljahres 1993 bestellt. Im Gegensatz zu den fast zwei dutzend Ford Explorer, die als elektrisch betriebene Besucherfahrzeuge dienten, wurden die benzinbetriebenen Jeep nur für die interne Nutzung im Park verwendet.

Das Kennzeichen der Isla Nublar auf einem in „Jurassic Park“-Optik aufgebautem Jeep Wrangler Sahara

Alle Fahrzeuge des „Jurassic Park“ hatten eine eindeutige Nummer zur Identifikation, hier: Die Nummer 16.

Besonderes Merkmal der Fahrzeuge war die Lackierung im rot-beigen Farbmuster. Dieses wurde ausgewählt, da insbesondere die Triceratops die Fahrzeuge nicht mehr so deutlich wahrnehmen konnten und aus diesem Grund auch deutlich seltener angriffen. Zur Kommunikation mit dem Kontrollraum des Parks diente ein gewöhnliches CB-Funkgerät, dessen markante Antenne auf der rechten Seite des Lampenbügels befestigt wurde.

Im Gegensatz zur weitläufigen Meinung waren die Fahrzeuge nicht lückenlos durchnummeriert, die Nummernkreise scheinbar willkürlich gewählt. Heute sind zwei Ford Explorer (04, 05) und fünf Jeep Wrangler (10, 12, 16, 18, 29) sicher bekannt, von denen die meisten beim Ausbruch des Mount Sibo zerstört wurden.

Über meinen Jeep

Mein Fahrzeug mit der Nummer 16 wurde nach Ausrüstung und Lackierung im April 1993 zuerst nach Isla Sorna, der Nachbarinsel und „Anlage B“ verschifft. Ein paar Wochen später traf das Fahrzeug dann, ebenfalls auf dem Seeweg, auf der Isla Nublar ein. Die Nummer 16 war für den persönlichen Gebrauch durch den PR-Chef des Parks, Ed Regis, reserviert. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls befand sich Ed Regis jedoch nicht auf der Insel und das Fahrzeug in einer überdachten Parkanlage an den Docks des Parks, wo er es zuletzt zurückgelassen hatte.

Jeep Wrangler Sahara in einer Zufahrt in der Nähe von Nörvenich

Eines der beiden Ausstattungsmerkmale für die Isla Nublar: Gutes Licht und eine starke Seilwinde.

Das Fahrzeug wurde im Zuge der Aufräumarbeiten nach dem „Isla Nublar Incident“ sichergestellt und zurück zum Festland verschifft. Die damalige finanzielle Lage der InGen Corporation machte es erforderlich, alle Firmengüter mit einem gewissen Restwert zu veräußern.

Dieses Schicksal blieb den Fahrzeugen mit den Nummern 18 und 29 verwehrt, die sich in der Tiefgarage des Besucherzentrums des Parks befanden. Im weiteren Verlauf der Geschichte sollte eines der beiden Fahrzeuge nochmals eine wichtige Rolle spielen: Während dem Vorfall in der „Jurassic World“ konnten sich zwei Besucher mit diesem Jeep in Sicherheit bringen.

Über diverse Quellen gelang der Jeep, von seiner Lackierung und den Aufbauten befreit, in den regulären Verkauf. Glücklicherweise blieb dem Fahrzeug aber eine Nutzung im Gelände erspart, woraus der gute Allgemeinzustand am heutigen Tage resultiert. Im Dezember 2018 wurde das Fahrzeug dann an einen Fan des „Jurassic Park“ verkauft, der, drei Jahre nach dem Niedergang der „Jurassic World“, das Fahrzeug in seinen ursprünglichen Zustand versetzte.

Das hier und heute als Jurassic Jeep bezeichnete Fahrzeug gelangte im Mai 2021 durch einen glücklichen Zufall in meine Hände. Ich werde das Fahrzeug und seine Historie in Ehren halten und freue mich, die Geschichte dieses besonderen Jeep an die nächsten Generationen weiterzugeben…

Anmerkung: Natürlich ist der Inhalt dieser Seite zum größten Teil fiktiv. Aber es könnte doch genau so gewesen sein, oder?