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Der Jeep

Zwei matte Farben, eine sogar ab Werk.

Das Sand Beige des Jeep Wrangler Sahara ist der Grundton für einen „Jurassic Park“-Jeep, das Performance Red von Ford kommt für die Akzente dazu.

Der Jeep Wrangler Sahara in „Jurassic Park“ und „Jurassic World“ trägt zwei Farben. Eine davon ist das originale Sand Beige der Sahara-Modellvariante – und nicht etwa grau.

Rohkarosserie eines Jeep Wrangler Sahara nach den Schleifarbeiten
Komplett geschliffen wartet der Jeep Wrangler Sahara auf die Neulackierung in Sand Beige und Performance Red.

Aufgrund der Erscheinung auf der großen Leinwand wirkt die Farbe im Film je nach Medium tatsächlich grau. Das ist aber ein Trugschluss, denn nachträglich wurde an den Filmfahrzeugen nur das Rot lackiert.

Der genaue Farbton des Rot für die Akzente ist nicht überliefert. Als Referenz gilt das Performance Red von Ford aus dem Jahr 1992 – so führt es auch der Jurassic Park Motor Pool  (externe Seite) in seinem Aufbau-Leitfaden  (externe Seite).

Die Besonderheit bei beiden Farben: Es handelt sich um jeweils einen matten Farbton, es kommt kein Klarlack zum Einsatz – zumindest nicht bei meinem Fahrzeug. Der Vorbesitzer Jörg hat sich damals bewusst dazu entschieden, den Weg der matten Optik durchzuziehen. Ob im Film damals ein glänzendes Rot oder ebenfalls ein matter Farbton verwendet wurde, ist nicht zweifelsfrei geklärt.

Die Farben im Detail

Der Grundton

Farbe
Sand Beige
Herkunft
Chrysler/Jeep 1992
Lackcodes
PPG LJ1, PJ1 oder 27055

Die Akzente

Farbe
Performance Red
Herkunft
Ford 1992
Lackcodes
PPG EY oder 4614

Eine gute Chance auf die richtige Farbe

Bei den Jeep Wrangler Sahara des Modelljahres 1993 war Sand Beige eine von nur zwei wählbaren Farben, die andere war Hunter Green. In der Theorie ist es also eine fünfzigprozentige Chance, das Fahrzeug in der richtigen Farbe zu erwischen.

Ein Jeep Wrangler Sahara in „Jurassic Park“-Optik während des Zusammenbaus nach der Lackierung
Nach der Lackierung steht Teil für Teil ein bekanntes Fahrzeug der Filmgeschichte.

In der Praxis wird es komplizierter: Nach über dreißig Jahren sind die Lacke fast ausnahmslos verschlissen. Womit ein Fahrzeug ausgeliefert wurde, entscheidet also selten darüber, wie es heute aussieht.

Mein Jeep lief in Hunter Green vom Band. 2019 wurde die Lackierung professionell erneuert – seitdem trägt er das originale Sand Beige mit den roten Akzenten.

Lackiert, nicht foliert

Aufgrund der zahlreichen Nachfragen, bei Buchungen und auf öffentlichen Treffen: Alle Akzente und Nummern sind tatsächlich lackiert – es ist keine Folie im Spiel.

Das kostete Vorarbeit und stundenlanges Abkleben in der Kabine, hält dafür aber auch so lange wie der Lack darunter. Eine Folie hätte nach ein paar Sommern an den Kanten aufgegeben.

So bleiben am Ende die Parklogos auf den Türen die einzigen Folien auf der Karosserie – und selbst diese sind nicht von der Stange, sondern ebenfalls matt ausgeführt.